ReTuna: Upcycling für nachhaltiges Einkaufen

Die Belebung der Innenstädte wird stark von Digitalisierung beeinflusst: Neue Konzepte wie Selbstzahlstationen und interaktive Umkleide treiben die Transformation voran. Die neueste Idee heißt Upcycling – Abfallprodukte in neue Gebrauchsgegenstände aufwerten. Dabei fällt der schwedische ReTuna als Pionier auf.

Vermietende von leer stehenden Läden und Einkaufszentren sind auf der Suche nach neuen, kreativen Konzepten, um den Umsatz neu anzukurbeln. Die Belebung der Innenstädte wird aktuell mit zukunftsweisenden Themen wie Entertainment, Erlebnis und Digitalisierung vorangetrieben. Neben Selbstzahl-Stationen und der interaktiven Umkleide wird jetzt ein neues Konzept umgesetzt: Upcycling – Wiederverwertung. Dabei werden scheinbare Abfallprodukte in neue Gebrauchsgegenstände umgewandelt und aufgewertet.
 
Als gutes Beispiel dienen Euro-Paletten als Baustoff für neue Möbel, Blumenvasen aus Plastikflaschen oder schicke Kleider aus alten Stoffresten. Der Mega-Trend heißt: Nachhaltigkeit. Denn der Kunde will heute etwas für die Umwelt tun. Im schwedischen Eskilstuna, etwa 100 km westlich von Stockholm, befindet sich ReTuna – Das erste Upcycling-Einkaufszentrum der Welt. Die Einkaufsmeile fungiert gleichzeitig als Werkstoffhof, Upcycling-Werkstatt und Marktplatz für Erlebnis-Shopping, Community und Umweltbewusstsein.
 

ReTuna: Nachhaltig einkaufen

 
Das innovative Shopping-Center ReTuna revolutioniert das Einkaufen nachhaltig. Besucher können gebrauchte Gegenstände wie Möbel, Kleidung und elektrische Geräte in vorgesehene Container werfen. Die Materialien werden von Mitarbeitenden gesichtet und aussortiert. Die ausgewählten Produkte erhalten in den Recycling-Shops im Einkaufszentrum eine Reparatur, Renovierung und Veredelung – um anschließend im neuen Glanz weiterverkauft zu werden.
 
Durch das Upcycling erhalten alte Gebrauchsgegenstände ein neues Leben. Ressourcen, Rohstoffe und der Geldbeutel werden dabei geschont – es entsteht ein neues, individuelles Produkt. Das Shopping-Erlebnis bietet einen Nutzen für heutige und künftige Generationen. Ein Konzept, welches sich erfolgreich ausbreitet. Händler und Kaufinteressierte profitieren im Einkaufscenter von organisierten Veranstaltungen, Thementagen und Workshops. Parallel finden in den klimasmarten Tagungs- und Konferenzräumen Bildungsprogramme in Kooperation mit Volkshochschulen statt.
 
Das eigene Restaurant serviert Essen mit lokalen Produkten und setzt sich für eine reduzierte Lebensmittelverschwendung ein. Auch außerhalb des Einkaufgeschehens engagiert sich die Shoppinggemeinde bei der Aufklärung von Umweltfragen. Das Wissen über Nachhaltigkeit wird zusätzlich in den sozialen Medien geteilt. Kooperationen mit Energie- und Umweltunternehmen sowie interaktive Coworking Plätze sind darüber hinaus geplant. (kompetenzzentrumhandel/futureorg/signals)
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