Fachkräftestrategie der Bundesregierung: Fachkräfte gewinnen und halten

Die Bundesregierung hat am 12. Oktober 2022 ihre neue Fachkräftestrategie im Kabinett beschlossen. Mit dem Maßnahmenpaket der Fachkräftestrategie unterstützt die Bundesregierung die Anstrengungen der Unternehmen und Betriebe, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Dabei sind fünf Handlungsfelder für die Bundesregierung bei ihrer Fachkräftestrategie zentral. Sie soll eine zeitgemäße Ausbildung und gezielte Weiterbildung ermöglichen. Aber auch Arbeitspotenziale wirksamer heben und die Erwerbsbeteiligung erhöhen. Die Arbeitsqualität verbessern und die Arbeitskultur wandeln. Und die Einwanderung modernisieren und Abwanderung reduzieren.
 
Damit die Umsetzung der Fachkräftestrategie gelingt, müssen alle Akteure des Arbeitsmarktes ihren Beitrag, erklärt leisten, erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Verschiedene Bundesminister:innen nehmen zur Fachkräftestrategie Stellung:

Fachkräftesicherung, “um wirtschaftlich stark zu bleiben” – Hubertus Heil

“Fachkräftesicherung ist Wohlstandssicherung”, meint Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales. “Wir brauchen jeden klugen Kopf und jede helfende Hand, um wirtschaftlich stark zu bleiben. Denn wir können unser Land nur mit ausreichend gut qualifizierten Fachkräften moderner, digitaler und nachhaltiger gestalten.” Fachkräftesicherung gehöre somit zu den dringlichsten Aufgaben.
 
“Gemeinsam mit den Sozialpartnern haben wir die Fachkräftestrategie der Bundesregierung neu aufgestellt, um noch mehr Fachkräfte im In- und Ausland zu gewinnen.” Dafür werde die gezielte Aus- und Weiterbildung der Menschen, die in Deutschland leben, gestärkt. Mit einer Ausbildungsgarantie, der Bildungszeit und einem Qualifizierungsgeld. Dies erklärt der Bundesminister für Arbeit und Soziales.
 
“Wir wollen den Erwerbsanteil bei Frauen weiter steigern und mehr qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland den Zugang zu unseren Firmen und Betrieben erleichtern. Dafür wird die Ampel im Herbst Eckpunkte für ein modernes Einwanderungsgesetz vorlegen. Mit der Fachkräftestrategie stellen wir die richtigen Weichen, damit Fachkräftemangel nicht zur Wachstumsbremse wird”, fügt er schließlich hinzu.
 

“Gut ausgebildete Fachkräfte sind unser Kaptial” – Bettina Stark-Watzinger

Doch auch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, äußerte sich zur Fachkräftestrategie. “Gut ausgebildete Fachkräfte sind unser Kapital. Mit fast zwei Millionen sind in Deutschland so viele Stellen offen wie noch nie. Die heute vom Kabinett beschlossene Fachkräftestrategie bündelt die gemeinsamen Aktivitäten der Fachkräftesicherung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.”
 
Als wesentlichen Bausteil bezeichnete sie die Exzellenzinitiative Berufliche Bildung. Damit würden sie für neuen Schub in der Fachkräftesicherung und Qualifizierung sorgen wollen, erklärte Stark-Watzinger. “Wir werden die berufliche Orientierung für junge Menschen ausbauen und gerade die Gymnasien für eine bildungswegoffene Berufsorientierung stärker einbeziehen. Wir werden die Innovation, die Attraktivität und Exzellenz der Berufsbildung mit einer neuen Initiative InnoVET plus ab 2023 stärken. Und wir werden für beruflich qualifizierte Fachkräfte die Chancen für berufliches Weiterkommen mit dem Aufstiegs-BAföG gezielt verbessern.”

“Der Handlungsdruck ist hoch”

“Wir sind uns alle bewusst: Der Handlungsdruck ist hoch. Unsere Wirtschaft braucht dringend mehr Fachkräfte. Daran arbeiten wir gemeinsam mit der Wirtschaft und den Gewerkschaften. Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen sowohl für die Potenziale, die wir inländisch haben, aber wir brauchen vor allem auch mehr Offenheit für ausländische Fachkräfte”, erklärte Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz.
 
Im Inland gebe es immer noch Potenziale mit Blick auf die Erwerbstätigkeit von Frauen. Dies hänge laut Habeck natürlich mit mehr Kita-Plätzen und Betreuungsmöglichkeiten zusammen. Dieselben Potenziale gelten jedoch auch für ältere Menschen, die für sich entscheiden, länger arbeiten zu wollen, fügt er hinzu. “Für mehr Fachkräfte-Einwanderung brauchen wir wiederum mehr Klarheit, an welche Bedingungen wir dies knüpfen.”
 
Dafür, erläutert er, würden sie noch in diesem Jahr die gesetzlichen Grundlagen schaffen. “Wir brauchen Fachkräfte in vielen Bereichen, aber vor allem auch für die Energiewende und den Klimaschutz. Hier wird mein Haus zusammen mit den Handwerkskammern und Verbänden eigene Akzente setzen. Ich sehe hier eine große Bereitschaft, neue Qualifizierungsmöglichkeiten anzugehen und die Aus- und Weiterbildung attraktiver zu machen.” (BMAS/futureorg/signals)
Wofür steht signals.observer?

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Entsprechend groß sind die Auswirkungen, die von den vielfältigen Veränderungen für ihn ausgehen. Das Magazin “signals.observer” erklärt diese Veränderungen, lässt Expert:innen zu Wort kommen und zeigt auf, wie andere Unternehmen dieselben Herausforderungen für sich lösen.

Dabei ist es uns wichtig, Entscheider:innen im Mittelstand eine Bühne zu bieten, auf der Ihre Anliegen, Belange und Interessen vermittelt werden.

Wir sind mittelstandsfreundlich. Innovationen machen uns neugierig. Und in Technologien sehen wir die Lösung.

Herausgeber ist das futureorg Institut – Forschung und Kommunikation für KMU mit Sitz in Dortmund/NRW.

"Wir erzählen Mittelstand"
Das Magazin für Entscheider:innen