Digitale Barrierefreiheit: Der Wunsch nach Inklusion ist groß

Fehlende Untertitel, schwer lesbare Inhalte oder Bilder ohne Begleittexte: In der digitalen Welt gibt es zahlreiche Hürden. Diese führen dazu, dass nicht alle Menschen gleichermaßen an den Angeboten teilhaben können.

Dabei ist der Wunsch nach Barrierefreiheit groß: 71 Prozent der Deutschen fordern eine barrierefreie Gestaltung von digitalen Angeboten, zum Beispiel durch eine einfache Bedienung und Erklärungen in leichter Sprache. Das geht aus einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage anlässlich des dritten bundesweiten Digitaltags hervor, wie die Initiative „Digital für alle“ mitteilt.

Initiative „Digital für alle“

„Die barrierefreie Gestaltung von digitalen Angeboten ist eine wichtige Maßnahme zur Stärkung der digitalen Teilhabe in unserer Gesellschaft. Alle Menschen sollen digitale Angebote verstehen und selbstständig nutzen können. Jede und jeder kann bereits mit einfachen Mitteln zu einer inklusiveren Digitalisierung beitragen.
 
Die Initiative „Digital für alle“ möchte für digitale Barrierefreiheit sensibilisieren und hat hierzu einige Tipps zusammengestellt“, sagt Anna-Lena Hosenfeld, Geschäftsführerin von „Digital für alle“. In dem breiten gesellschaftlichen Bündnis engagieren sich 28 Organisationen aus Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentlicher Hand.

Der bundesweite Digitaltag

Um die digitale Teilhabe in Deutschland zu fördern, fand am 24. Juni 2022 bereits zum dritten Mal der Digitaltag statt. Der Aktionstag wurde von der Initiative „Digital für alle“ ins Leben gerufen und bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten und einen breiten gesellschaftlichen Diskurs anzustoßen. Das vielfältige Angebot an Veranstaltungen und Aktivitäten ermöglicht auch, mehr über digitale Barrierefreiheit zu erfahren.

Angebote zum Thema digitale Barrierefreiheit am Digitaltag

Die Veranstaltung vom Forum Bildung Digitalisierung e. V. „Digitale Inkulsion – Was braucht es für eine Kultur der Diklusivität“ widmete sich dem Potenzial digitaler Medien für einen inklusiven Unterricht. Wie kann eine gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder durch eine Kultur der Diklusivität an Schulen gefördert werden? Und wie kann es gelingen, Digitalisierung und Inklusion stärker aufeinander zu beziehen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Diskussion. 
 
Das Christophorus-Werk Lingen e. V. bot die Veranstaltung „Digitalisierung für Menschen mit Behinderungen“. Mit einer neu eingerichteten Plattform, die am Digitaltag veröffentlicht wurde, wurden Menschen mit Behinderungen eingeladen, ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit digitalen Angeboten barrierefrei zu teilen.
 
„Leiche Sprache im Netz: ein Gewinn für alle!“ ist das Angebot der Katholischen Erwachsenenbildung KEB Limburg, Wetzlar-Lahn-Dill-Eder. Leichte Sprache ist für viele Menschen eine Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. In dem Seminar wurden konkrete Anwendungsbeispiele aufgezeigt. (bitkom/futureorg/signals)
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