Automatisierung und Menschen: ein optimistisches Paradoxon

Das Automatisierungsparadoxon lautet: Je automatisierter ein System wird, desto wichtiger werden die Menschen. Bedeutet: Zwar könnte Automatisierung einige Jobs überflüssig machen – doch sie wird gleichzeitig neue Jobs schaffen. Julia Sohn von der vame Business Academy bestätigt diesen Trend.

„Automatisierung killt Jobs.“ So lautet eine steigende Sorge in der Arbeitswelt. Und die Aussage könnte auf gewisser Weise stimmen: Zwar sind einige Arbeitstätigkeiten durch Automatisierung irrelevant geworden – doch gleichzeitig sind andere, völlig neue Berufsfelder entstanden. Diesen Trend bestätigt Julia Sohn, Akademieleiterin der vame Business Academy. Gegründet vor 21 Jahren, die Akademie bietet Schulungen und Kurse im Bereich Digitalisierung.
 
„Vor 21 Jahren steckte der Begriff Digitalisierung im Gesamten noch in den Kinderschuhen“, sagt die Gründerin und CEO der Akademie. „Seitdem habe ich die Thematik kontinuierlich im Blick. Wer nicht am Zahn der Zeit bleibt, wird abgehängt.“ Die Akademie bietet Online-Lehrgänge, inklusiv IHK-Prüfungsvorbereitungskurse und auch private Studiengänge. „Es ist beachtlich, was sich in 21 Jahren getan hat und welche tollen Möglichkeiten der Lehrstoffvermittlung uns heute zur Verfügung stehen“, so Sohn.
 

Menschen bleiben relevant

 
Als Experte der digitalen Welt kennt sich die vame Business Academy mit den Prozessen der Automatisierung gut aus. Und einen Zusammenhang zwischen Automatisierung und Steigerung der menschlichen Tätigkeit wird beobachtet. „Auch wenn es in unserer Branche ein gewisses Maß an Automatisierung gibt, werden die Menschen dahinter stets relevant bleiben“, erklärt Sohn. „KI ist keine Option für uns, um auf die persönlichen Anliegen unserer Studenten einzugehen. Unsere Lehrkräfte bringen Kompetenzen und Know-how mit, die von KI einfach nicht reproduziert werden können.“
 
Im Kontext der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung zeigen die Studien: Der Beschäftigungsgrad nimmt zu – und zwar trotz des Aussterbens gewisser Arbeitsfelder. Im Bereich Weiterbildung gilt das Automatisierungsparadoxon auch. Denn mit neuen, digitalen Lehrformaten bleibt den Bedarf nach kompetentem Fachwissen erhalten. So auch die Einschätzung von Julia Sohn: „Ich denke nicht, dass der Weiterbildungsmarkt ohne Menschen funktionieren kann, die spontan reagieren und mit Wissen aus der Praxis trumpfen können.“
(futureorg/signals)
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