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Podcast Review: „Design in der Krise: Was der Mittelstand von den Kreativen lernen kann“

Das Design steckt in einer Krise. Während der Corona-Pandemie hat die Kreativwirtschaft nicht nur mit Umsatzverlusten zu kämpfen, sondern muss auch ihre Arbeitsweise anpassen. Im Zeitalter der sozialen Distanz und Videokonferenzen müssen Kreative ihre Zusammenarbeit in der Gruppe umdenken. Im Podcast äußert sich der Kommunikationsdesigner Burkhard Müller zu der Arbeit im Home-Office sowie neuen digitalen Tools.

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Das Design steckt in einer Krise. Während der Corona-Pandemie hat die Kreativwirtschaft nicht nur mit Umsatzverlusten zu kämpfen, sondern muss auch ihre Arbeitsweise anpassen. Im Zeitalter der sozialen Distanz und Videokonferenzen müssen Kreative ihre Zusammenarbeit in der Gruppe umdenken. Im Podcast äußert sich der Kommunikationsdesigner Burkhard Müller zu der Arbeit im Home-Office sowie neuen digitalen Tools.
Die Wirtschaft der gesamten Welt leidet unter den Folgen der Corona-Pandemie. Besonders deutlich spüren dies momentan Solo-Selbständige und Kleinunternehmen. Entsprechend leidet die Kreativwirtschaft besonders darunter: Konzerte müssen abgesagt werden, Kinosäle bleiben geschlossen, Messen sind undenkbar. Aufträge bleiben weg. Aber: Hinter der Corona-Krise steckt auch eine Chance. Wie tritt die Hamburger Kreativgesellschaft Covid-19 entgegen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Podcast-Initiative „NeverLunchAlone“ seit Mai 2020 und leitet die Frage direkt an seine Gäste weiter. 
 
Mit ihrer „digitalen Mittagspause“ haben die Schöpfer:innen von NeverLunchAlone den Hamburger Kreativen eine Stimme gegeben. In jeder Folge wird das Gespräch mit einer kreativ-schaffenden Person gesucht, die über den Umgang mit den Folgen der Corona-Krise erzählt. In der dritten Folge war Burkhard Müller Gast. Der Chief Digital Officer bei der Designagentur Mutabor berichtete, wie Kreative mit Homeoffice-Situation umgehen, wo die Vorteile liegen, aber auch, wo Kreative unbedingt aufholen müssen.

Herausforderungen im Home-Office

„Remote-Work hat sehr viel Positives“ findet Burkhard Müller. Den Ruf des unproduktiven Arbeitens, der dem Home-Office lange anhing, teilt Müller nicht. Trotzdem blickt er kritisch auf die Arbeit von daheim. Gerade in der Kreativbranche tragen Gebäude und Büros zur Identifikation mit den Kolleg:innen und der Tätigkeit zu. Ob man in einer riesigen Agentur oder dem Branchenführer arbeitet, bemerkt man im Home-Office zunächst gar nicht – der gemeinsame Ort fehlt. Schließlich befindet man sich in meinen eigenen vier Wänden.
 
„Office ist nicht gleich Office“, betont Müller. Für ihn hat die Corona-Pandemie gezeigt, dass das Büro für eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre zunächst nebensächlich ist. Es trage aber viel zur Identifikation bei. Zwar sind Kreative gewohnt, routiniert mit digitalen Technologien, Medien und Applikationen zu arbeiten, trotzdem mussten sie sich aber umstellen. Die neuen Umstände erforderten sowohl eine neue Strategie, um Störungen von vorneherein zu tilgen, als auch den Einsatz neuer Tools. Für kommunikationsintensive Zusammenarbeit bei der Lösung kreativer Aufgaben sind neue Lösungen gefragt.

„Wir brauchen die richtigen Tools“

Ein Tool, das Burkhard Müller den Hörer:innen empfehlen möchte, ist Miro. „Im Grunde ist es ein digitales Whiteboard, wo beliebig viele Menschen gleichzeitig drauf arbeiten können“, so Müller. Er nutzt es selber zum Brainstormen oder für Notizen bei Videokonferenzen. Es ermöglicht eine ganz andere Art der Zusammenarbeit, welche, so Burkhard Müller, sonst nur in Workshop-Atmosphären möglich ist.
 
Auf das Thema Datenschutz der jeweiligen Tools möchte Burkhard Müller lieber nicht eingehen: Für ihn ist die Frage nach Datenschutz schon „fast eine philosophische Frage“. Bei ihm ist wohl der Eindruck entstanden, dass man „nicht alles nach deutschen Sicherheitsstandards machen“ kann. Stattdessen müsse man sich momentan selbst behelfen und abwägen, was die Ansprüche und Voraussetzungen sind.
 
Auch Philipp Schäfer, Gründer, CEO und Innovation Strategist bei der Innovationsagentur DIVE INN, musste seine digitale Arbeitsweise und Tool-Auswahl während der Corona-Pandemie überdenken. Besonders Metro Retro fand bei ihm und seinem Team seinen Einsatz: „Da all unsere Workshops und Coachings plötzlich nicht mehr in unserem Ko-Kreation Hub stattfinden konnten, mussten wir einen anderen Weg finden. Metro Retro ist einfach toll, um online Workshops zu leiten und durchzuführen“, betont Schäfer. Aber diese App war natürlich nur eines von zahlreichen Tools, die zum Einsatz kamen. Auch OBS und Discord wurden von Schäfer während der Pandemie wieder entdeckt. Eine der wichtigsten Entscheidungen während der Homeoffice-Arbeit war für Schäfer der Wechsel von Slack zu Discord. „Discord macht es einfacher unser Team und unsere Community zusammenzubringen und untereinander zu kommunizieren. Viele Funktionen, die in Slack kosten, gibt es bei Discord for free“ freut Schäfer. Zudem schätzt er die „tolle Nutzeroberfläche und den Mehrwert der Community-Funktionen.“ 

Aktuelles Thema, ausbaufähige Umsetzung

Die dritte Folge von NeverLunchAlone behandelt ein wichtiges Thema, das uns sicherlich noch längerfristig beschäftigen wird. Schließlich möchten laut aktuellen Forschungserkenntnissen des multinationalen Herstellers von Büroeinrichtungen und Raumlösungen Steelcase rund 72 Prozent der in einer von befragten Unternehmen nach der Pandemie einen hybriden Einsatz mit einer Mischung aus Home-Office und Büro verfolgen. Burkhard Müller präsentiert im Podcast Tools und Ideen, die dieses Unterfangen sicherlich erleichtern werden. Wäre die Audioqualität entsprechend der inhaltlichen Qualität der Folge, könnte man dieser „digitalen Mittagspause“ glatt eine sehr gute Note verpassen. (NeverLunchAlone/futureorg/signals)
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