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Soziale Medien: Alternative zur klassischen Bewerber:innenbeschaffung?

Viele Handwerksbetriebe berichten momentan von einem Mangel an Bewerbungen. Eine Lösung könnte das Rekrutieren von Fachkräften über soziale Medien sein, so eine aktuelle Studie.

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Viele Handwerksbetriebe berichten momentan von einem Mangel an Bewerbungen. Eine Lösung könnte das Rekrutieren von Fachkräften über soziale Medien sein, so eine aktuelle Studie.
Unbesetzte Stellen sind eine aktuell zentrale Herausforderung für Handwerksbetriebe. Eine Ursache ist der Fachkräftemangel, welcher wiederum im demografischen Wandel begründet ist. Ein weiterer Einflussfaktor kann darüber hinaus die unzureichende Wirkungsweise der von Handwerksunternehmen verwendeten Medien zur Personalbeschaffung sein. Dies behandelt die Studie „Digitale Fachkräftegewinnung im Handwerk durch Einsatz sozialer Medien“ des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen.
 
Die Studie beschreibt einen Prozess, der es Handwerksunternehmen ermöglicht, ausreichend Bewerber:innen zu generieren, um ihre offenen Stellen zu besetzen. Um einen geeigneten Prozess zu entwerfen, wurden leitfadengestützte Interviews mit drei Handwerksunternehmen geführt. Auf dieser Basis wurde zunächst der Prozess der Bewerberbeschaffung modelliert und der IST-Zustand erhoben. Im nächsten Schritt wurde ein digitaler Prozess implementiert und dessen Wirksamkeit geprüft.

Die Studie im Überblick

  • Die betrachteten Handwerksbetriebe (8, 15 und 16 Mitarbeiter:innen) generierten durch einen weitgehend analogen Werbeprozess zwischen 0 und 4 Bewerber:innen bei Kosten von rd. 1.000 bis 3.000 Euro. Die Besetzung neuer Stellen auf diesem Wege dauerte 6 bis 24 Monate.
  • Nach der Implementierung des neuen, digitalen Prozesses der Bewerber:innenbeschaffung wurden die Kosten auf rd. 285 bis 500 Euro gesenkt. Bei den Betrieben konnten jeweils zwischen 9 und 34 Bewerber:innen akquiriert werden. Die Bewerbungen führten bei den Handwerksbetrieben zu 2-3 Einstellungen bei einer Prozessdauer von 2 bis 4 Wochen.
  • Entlang der definierten Kenngrößen von Bewerber:innenzahl, Kosten und Dauer stellt sich bei den drei analysierten Handwerksbetrieben der digitale Bewerberbeschaffungsprozess gegenüber analogen Werbemaßnahmen als überlegen dar.

Die gesamte Studie finden Sie hier:

Mannott, J. & Alhusen, H. (2021). Digitale Fachkräftegewinnung im Handwerk durch Einsatz sozialer Medien. Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung (Heft 59). Göttingen. Sie steht hier zum Download bereit.

Soziale Medien als prozessverbessernde Alternative für Bewerber:innenbeschaffung

Es zeigt sich folglich, dass soziale Medien eine prozessverbessernde Alternative zu den herkömmlichen Medien der Bewerberbeschaffung darstellen können. Dabei ist der Erfolg der sozialen Medien als Bewerberbeschaffungsmaßnahme ein Ergebnis des erfolgreichen Zusammenspiels mehrerer Faktoren der Prozessmodellierung. Dabei sind insbesondere die Stellenanzeige, das Zielgruppenverständnis und die Kommunikation mittels Chatbot entscheidend.
(ifh/futureorg/signals)
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