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Resilienz: Persönlichkeit von Unternehmer:innen beeinflusst Innovationskraft von KMU

Göttinger Studie liefert neue Erklärung für den überraschenden Innovationserfolg von nicht-forschungsintensiven KMU. Besonders resiliente Unternehmertypen lösen Innovationen in Betrieb aus. Die Forscher fordern, in Entrepreneurship-Ausbildung die psychologische Selbstwahrnehmung zu fördern.

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Göttinger Studie liefert neue Erklärung für den überraschenden Innovationserfolg von nicht-forschungsintensiven KMU. Besonders resiliente Unternehmertypen lösen Innovationen in Betrieb aus. Die Forscher fordern: in Entrepreneurship-Ausbildung die psychologische Selbstwahrnehmung fördern.

In der renommierten Fachzeitschrift „Small Business Economics“ haben die beiden Mitarbeiter am Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen e.V. (ifh Göttingen), Dr. Petrik Runst und Dr. Jörg Thomä, einen Aufsatz zur Bedeutung der Unternehmenspersönlichkeit für die handwerkliche Innovationstätigkeit veröffentlicht. Sie liefern darin eine neue Erklärung für den überraschenden Innovationserfolg von kleinen, nicht-forschungsintensiven KMU. 

Gerade im kleinbetrieblichen Unternehmenskontext fällt Inhaber:innen demnach im Innovationsprozess eine Schlüsselfunktion zu. Ihre Persönlichkeit hat direkte Einflüsse auf externe und interne Kommunikations- und Wissensaustauschprozesse. Sie legt damit den Grundstein für die Innovationskultur des Betriebs.

Emotionale Stabilität, Offenheit, Extraversion und Gewissenhaftigkeit begünstigen Innovationen

Resiliente Persönlichkeiten zeichnen sich durch emotionale Stabilität, Offenheit, Extraversion und Gewissenhaftigkeit aus. Auf Basis von Befragungsdaten zum sächsischen Handwerk zeigen die Autoren in diesem Zusammenhang, dass ein resilienter Unternehmertyp ein Treiber für die Innovationstätigkeit des Betriebs ist. KMU-Eigentümer:innen sind in die meisten alltäglichen Aktivitäten ihres Unternehmens involviert. 
 
Die Persönlichkeit des Eigentümers beeinflusst daher direkt die externen und internen Kommunikationsflüsse und legt damit den Grundstein für die Innovationskultur eines Unternehmens. Die zentrale Erkenntnis der Studienautor:innen lautet: statt auf eigene Forschung und Entwicklung zu setzen, bauen diese Unternehmerpersönlichkeiten auf interaktives Lernen innerhalb des Unternehmens und mit externen Partner:innen auf.
Weitere Informationen zum Artikel
 
Der Artikel „Does personality matter? Small business owners and modes of innovation“ von Dr. Petrik Runst und Dr. Jörg Thomä, Small Business Economics, (online first), ist hier abrufbar.
 
Ansprechpartner:
Dr. Jörg Thomä
Telefon: 0551-3917-4886

Ausbildung von Unternehmer:innen um Psychologie erweitern

Weiterhin zeigen Dr. Petrik Runst und Dr. Jörg Thomä auf, dass resiliente Eigentümer:innen eine um 5,5 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit haben, in ihrem Unternehmen einen Innovationsmodus auszulösen – ohne F&E-basiertem Wissen sowie Kommunikation und Interaktion aufbaut. Diese Erkenntnis impliziert daher, dass Entrepreneurship-Ausbildung und -Beratung die psychologische Selbstwahrnehmung fördern sollte. 

Dies gelte im Besonderen für das Selbstverständnis von Unternehmensinhaber:innen auf die eigene Bedeutung in Bezug auf Innovationen im Unternehmen. Obwohl erfolgreiches Unternehmertum und Innovation nicht vollständig durch den eigenen Persönlichkeitstyp bestimmt werden, kann die Kenntnis der eigenen Stärken und Schwächen helfen, um eine effektive Nische zu finden und den Umfang der eigenen Verantwortung sowie deren Grenzen zu definieren, so die Studienautoren.
 
Die Ergebnisse zeigen, dass im Handwerk in der Ausbildung und Beratung von Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Führungskräften auch der Aspekt der psychologischen Selbstwahrnehmung berücksichtigt werden sollte, damit die entsprechenden Personen ihre Rolle im betrieblichen Innovationsgeschehen effektiv ausfüllen können. (dhi/futureorg/signals)
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