Messebranche: Präsenzmessen weiterhin von zentraler Bedeutung

Aufgrund der Corona-Pandemie herrschte auf den Messeplätzen in Deutschland monatelang Stillstand. Damit die Aussteller:innen dennoch weiterhin Kontakt zu ihren Kund:innen halten konnten, entwickelten die Veranstalter:innen verschiedenste digitale und hybride Ersatzmessen.

Aufgrund der Corona-Pandemie herrschte auf den Messeplätzen in Deutschland monatelang Stillstand. Damit die Aussteller:innen dennoch weiterhin Kontakt zu ihren Kund:innen halten konnten, entwickelten die Veranstalter:innen verschiedenste digitale und hybride Ersatzmessen.
Deutschland ist bei der Durchführung internationaler Leitmessen weltweit führend. So werden ungefähr 60 Prozent aller global führenden Leitmessen in Deutschland ausgerichtet. Am Umsatz gemessen, haben fünf von zehn der weltweit größten Messegesellschaften ihren Sitz in Deutschland.
 
Die in Deutschland veranstalteten Messen zeichnen sich insbesondere durch eine hohe Internationalität aus. Momentan stammen rund 30 der Besucher:innen und 60 Prozent der Aussteller:innen aus dem Ausland. Während der Corona-Pandemie, vornehmlich zwischen März 2020 und Juni 2021, konnte ein Großteil der geplanten Messen nicht stattfinden. Trotz der erschwerten Umstände mussten Aussteller:innen weiterhin Kontakt zu ihren Kund:innen halten. Dafür entwickelten sie unterschiedlichste digitale „Ersatzmessen“.

Spitzenposition des Standorts Deutschland

Durch die Pandemie wurde Deutschlands führende Position als Messestandort nicht negativ beeinflusst. So konnte bei den ersten überregionalen realen und hybriden Messen im August und September erneut ein hoher Anteil ausländischer Aussteller:innen verzeichnet werden.
 
Ein deutlicher Pluspunkt für den deutschen Messeplatz ist sein Standort: Als Mittelpunkt des wirtschaftlich sehr starken europäischen Binnenmarkts hat Deutschland anderen Ländern gegenüber einen klaren Vorteil. Der Standort bildet jedoch nur die Basis. Speziell das Know-how und teilweise jahrelange Erfahrung deutscher Messeveranstalter:innen tragen entscheidend zur Spitzenposition des deutschen Messestandortes bei.

Präsenzmessen weiterhin von zentraler Bedeutung

Eine im Augusts 2021 vom ifo Institut durchgeführte Konjunkturumfrage zeigt, dass Präsenzmessen für Aussteller:innen weiterhin von zentraler Bedeutung sind. Dennoch werden physische Messen durch virtuelle Formate ergänzt. Die Zukunft der Messebranche ist somit hybrid. Dies gilt besonders für überregionale Fachmessen.
 
Auch Jens Krause, Geschäftsführer von JKR-EVENTS, musste diese Erfahrung machen. „2021 gab es sehr viele online-Ersatzformate für ausgefallene Messen“, so der erfahrene Messeveranstalter. „Das Fazit zu rein online durchgeführten Konferenzmesse-Formaten war durchwachsen. Im Laufe des Jahres wurde der Wunsch nach realen Treffen jedoch wieder sehr stark. So konnten wir ab Anfang Juli 2021 wieder viele Präsenz-Formate und auch eine komplette Messe Veranstaltung durchführen.“ Das Feedback der Aussteller:innen und Besucher:innen war klar: „Sie bevorzugen die mindestens hybriden Formate gegenüber den rein digitalen.“ (ifo/futureorg/signals)
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