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Künstliche Intelligenz: Chance für den Mittelstand

Für die deutsche Wirtschaft und besonders mittelständische Unternehmen ist Künstliche Intelligenz essenziell, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Jedoch sind bisher bloß ein Fünftel aller KMU ausreichend digitalisiert. Eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützte Veröffentlichung will mittelständischen Unternehmen KI näher bringen.

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Für die deutsche Wirtschaft und besonders mittelständische Unternehmen ist Künstliche Intelligenz essenziell, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Jedoch sind bisher bloß ein Fünftel aller KMU ausreichend digitalisiert. Eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützte Veröffentlichung will mittelständischen Unternehmen KI näher bringen.
Die kürzlich von der Plattform Lernende Systeme veröffentlichte Broschüre „KI im Mittelstand – Potenziale erkennen, Voraussetzungen schaffen, Transformation meistern“, zeigt: In unserer heutigen digitalisierten Welt ist KI eine elementare Schlüsseltechnologie. Sie erlaubt es, anhand von selbstlernenden Algorithmen bestehende Produkte und Prozesse zu optimieren und neue Geschäftskonzepte zu erarbeiten. Dies bedeutet: in KI liegt das Potenzial, komplette Branchen oder Lieferketten langfristig zu verändern.
 
Für die deutsche Wirtschaft gilt der Sprung in das Zeitalter von KI als essenziell, um die deutsche Wirtschaft und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Dafür ist nebst der benötigten Datenbasis eine Einbettung in die Unternehmensstrategie bedeutsam, sind die Autor:innen der Studie überzeugt. Bisher sind viele deutsche mittelständische Unternehmen jedoch zurückhaltend, wenn um den Einsatz von KI-Technologien geht.

KI als die Chance für den Mittelstand

Mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat der Wirtschaft Deutschland. Beinahe 99 Prozent der deutschen Unternehmen zählen mit bis zu 250 Angestellten zu der Gruppe der kleinen und mittelständischen Unternehmen (kurz: KMU). Ihre Relevanz für die deutsche Wirtschaft ist also offensichtlich. Die Corona-Krise zeigte mittelständischen Unternehmen, wie relevant die Digitalisierung für ihren Erfolg ist. Trotzdem stehen sie in den meisten Fällen noch am Anfang ihrer Digitalisierung.
 
So haben bloß ein Fünftel der deutschen KMUs ihre Prozesse und Produktion bereits digitalisiert. KI kann den Prozess der Digitalisierung von Unternehmen beschleunigen. Beispielsweise können KI-gestützte Werkzeuge Dokumente auswerten oder Wissen aus unstrukturierten Daten erzeugen. Zudem können bei einer großen Menge von Abläufen KI-Anwendungen mit neuartigen Sensoren eingeführt werden.
 
Obwohl sich viele mittelständische Unternehmen bisher zurückhaltend zeigen, geht die große Mehrheit davon aus, dass KI an Relevanz gewinnen wird. Und gerade KMU bieten mit ihrer überschaubaren Größe und kürzeren Entscheidungswegen genau diejenigen Voraussetzungen, die benötigt werden, um rasch auf technische Innovationen zu reagieren.
 
Die Vorteile, die KI für mittelständische Unternehmen mit sich bringt, sind offensichtlich: Sie ermöglicht, dass Unternehmen wettbewerbsrelevant bleiben, indem sie höhere Gewinne und eine stärkere Innovationskraft beim selben Umsatz ermöglicht. Auch hilft KI dabei, ein höheres Maß an Planbarkeit im Unternehmen zu ermöglichen. So kann KI beispielsweise dabei helfen, Prognose-Modelle zu erstellen.

Einsatz von KI für KMU eine finanzielle Frage

Philip Meier, Gastautor der Broschüre, ist der Meinung, dass die Hürden für die Implementierung von KI von mittelständischen Unternehmen häufig überschätzt werden. „Es gibt einige Services, die bis zu einem bestimmten Maße bereits ‚Plug and Play-Funktionalitäten‘ für KMU anbieten“. Der Doktorand am „Alexander von Humboldt Institute für Internet und Gesellschaft“ muss es wissen: Im Rahmen des KI-Trainer-Programms des Bundeswirtschaftsministeriums hat er jahrelang mit ausgewählten Unternehmen individuell zusammengearbeitet. Dabei unterstütze er mittelständische Unternehmen bei der Auswahl und Implementierung von KI-Applikationen. Zudem hat er an einem Weiterbildungsprogramm mitgewirkt und einige KI-Online-Schulungen durchgeführt.
 
„Ich glaube die Frage, ob ich eine KI-Anwendung einsetzen soll oder nicht, ist gar nicht so relevant.“ Meier zufolge ist das die falsche Frage. Stattdessen handelt es sich immer um eine Einzellfallabschätzung. Folgende Fragen sollten Unternehmen sich stattdessen stellen: „Was ist das Problem und wie kriege ich das Problem gelöst? Was ist meine Herausforderung und wie kann ich die Prozesse noch effizienter organisiert und automatisiert? Wie kann ich in Hinblick auf den immer globaleren Wettbewerb auch als deutscher Mittelständler weiterhin wettbewerbsfähig sein?“ Wenn dies den Einsatz oder die Entwicklung von Services und Produkten bedarf, die KI-Komponenten beinhalten, dann ist das im Grunde lediglich eine finanzielle Überlegung, findet Meier. Diese muss ein Unternehmen laut Meier zunächst für sich durchrechnen und erst dann entscheiden, ob dieser Einsatz einen wirtschaftlichen Mehrwert bietet oder nicht.

Langfristig denken

Meier betont aber besonders auch die Langfristigen kosten: „Unternehmen sollten sich immer auch Gedanken darüber machen, was die Kosten sind, wenn man KI nicht verwendet – und andere Unternehmen schon. Ich empfehle, dass Unternehmen eine langfristigere Perspektive einnehmen und die Digitalisierung des Unternehmens über einen längeren Zeitraum strecken.“ Dann sei der einzelne Projektaufwand meistens auch überschaubarer.
(plattformlernendesysteme/futureorg/signals)
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