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Konjunkturumfrage: Online-Handel nach wie vor der Wachstumstreiber des Einzelhandels

Kürzlich veröffentlichte Ergebnisse der HDE-Konjunkturumfrage Sommer 2021 zeigen: Der Einzelhandel hat noch immer stark mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Lediglich der Online-Handel geht als klarer Sieger hervor.

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Kürzlich veröffentlichte Ergebnisse der HDE-Konjunkturumfrage Sommer 2021 zeigen: Der Einzelhandel hat noch immer stark mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Lediglich der Online-Handel geht als klarer Sieger hervor.
Die Geschäftsschließungen der letzten Monate prägen den Einzelhandel noch immer massiv. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (kurz: HDE), in welcher 650 Handelsunternehmen aller Standorte, Größenklassen und Branchen befragt wurden. Die Erhebung zeigt, dass mehr als die Hälfte der Innenstadthändler für das laufende Jahr mit Umsätzen unter denen des Vorjahres rechnet.
 
Der HDE geht in Hinblick auf dem gesamten Handel von einem Umsatzwachstum von lediglich 1,5 Prozent aus – ohne Berücksichtigung möglicher weiterer Lockdowns und bei niedrigen Infektionszahlen. Als klarer Wachstumstreiber gilt dabei der Online-Handel. Dieser kann 2021 seine Umsätze um beinahe 20 Prozent steigern.

Die Aufzeichnung der HDE Pressekonferenz vom 14. Juli 2021 finden Sie hier:

Innenstadthandel leidet besonders unter der Corona-Krise

Besonders der Innenstadthandel leidet während der Pandemie. Der HDE-Hauptgeschäftsführer, Stefan Genth, betont: „Die positive Entwicklung in den letzten Wochen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das erste Halbjahr insbesondere für den Innenstadthandel verloren ist. Extrem gelitten hat der Bekleidungseinzelhandel, dessen Erlöse um rund ein Drittel geschrumpft sein dürften.“ So berichten fast drei Viertel aller Innenstadthändler von gesunkenen Umsätzen in den ersten sechs Monaten des Jahres.
 
Geringfügig weniger schlecht erging es den Branchen im Bereich Freizeit, Heim und Garten. Dort lagen die Umsatzverluste in den ersten vier Monaten beispielsweise im Bereich Heimwerken bei 16 Prozent und im Möbelhandel bei zwölf Prozent. Ausgewählte Sortimente legten sogar deutlich zu. Dazu zählt der Fahrradhandel und der Lebensmittelhandel, besonders aber der Online-Handel erzielt weiterhin große Umsatzgewinne. Angesichts eines Umsatzsprungs von rund 30 Prozent von Januar bis April hebt der HDE seine Prognose für dieses Teilgebiet auf ein Umsatzplus von knapp 20 Prozent an (zuvor: +17 Prozent). Somit steigen die Umsätze auf insgesamt knapp mehr als 87 Milliarden Euro an.

Fortsetzung des Erholungsprozesses erwartet

Die Mehrheit aller Händler erwartet für die kommenden Monate eine Kontinuation des Erholungsprozesses. So vermuten rund 44 der befragten Handelsunternehmen eine Umsatzsteigerung im zweiten Halbjahr. Im Vergleich: Nur 17 Prozent rechnen mit sinkenden Erlösen. Der HDE sieht in seinem Szenario für 2021 deshalb insgesamt ein Umsatzwachstum von nominal +1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr für den deutschen Einzelhandel.
Die klare Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es keine weiteren Lockdowns gibt und die Inzidenzzahlen niedrig bleiben.
 
Der Umfrage zufolge stellen Händler insbesondere Forderungen gegen neue Steuerlasten, für mehr Wettbewerbsfairness in der Plattformökonomie und Unterstützung für Innenstädte in den Vordergrund. „Die Krise ist noch nicht vorbei, für viele Einzelhändler ist die Lage nach wie vor sehr schwierig. Die Branche braucht jetzt die richtigen Rahmenbedingungen von der Politik, um nach der Krise wieder durchstarten zu können“, betont Genth.
 
(hde/futureorg/signals)
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