Hybride Arbeitsmodelle: Roadmap zum Neuen Normal

Zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse verdeutlichen, dass wir in Zukunft hybrid arbeiten werden. Das Fraunhofer IAO und die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e. V. (DGFP) reflektieren im Bericht „Wissenswert. Roadmap zum Neuen Normal“ ihre Erfahrungen und Arbeitsansätze und zeigen auf, wie Arbeiten in der Hybridität gelingen kann.

In der post-pandemischen Zeit erfolgreich arbeiten

Infolge der Pandemie untersuchen bereits viele Unternehmen und Einrichtungen hybride Arbeitsmodelle – also jene, in denen sowohl ortspräsent als auch ortsmobil gearbeitet wird, – und setzen sie ein. Arbeitgeber sind dabei bemüht, das Beste beider Welten zu vereinen. Die hybride Form der Zusammenarbeit setzt Rahmenbedingungen voraus, die derzeit größtenteils noch erprobt werden müssen. Es gilt sicherzustellen, dass der Mix aus physischer und virtueller Anwesenheit innerhalb eines Teams in Zukunft keine große Herausforderung mehr darstellt.

Hybridität ist das Neue Normal

Die Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO gehen davon aus, dass die prognostizierte Hybridität der Arbeitswelt im Grunde feststeht. Im Laufe der letzten zwei Jahre hat das Fraunhofer IAO gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e. V. (DGFP) eine siebenteilige Studienreihe rund um die Arbeitswelt im New Normal veröffentlicht. Gemeinsam mit Kundinnen und Kunden aus Privatwirtschaft und öffentlicher Verwaltung konnten viele Lernerfahrungen und Übergangsbegleitungen realisiert werden.
 
Diese Erfahrungen und die wichtigsten Learnings für die erfolgreiche Gestaltung einer hybriden Arbeitswelt der Zukunft stehen nun im Fokus des zusammenfassenden Berichts „Wissenswert. Roadmap zum Neuen Normal“ und geben praktische Tipps an die Hand. Dr. Josephine Hofmann, Leiterin des Teams Zusammenarbeit und Führung am Fraunhofer IAO sowie Mitautorin des Berichts, betont: „Wir nutzen diese Zusammenfassung als Gelegenheit, um unsere Erfahrung und Arbeitsansätze systematisch zu reflektieren. In Bezug auf eine echte und einwandfrei funktionierende Hybridität stehen wir noch ganz am Anfang.“

Experimentieren zulassen und Teamarbeit fördern

Der Bericht des Fraunhofer IAO und der DGFP umfasst im Kern 12 zentrale Erkenntnisse. Die Autorinnen Dr. Josephine Hofmann und Anna Hoberg sprechen sich u. a. für eine experimentierende Haltung aus. Das bedeutet eine Offenheit gegenüber Ergebnissen und Prozessen – diese setzt wiederum eine kurzfristige Anpassungsfähigkeit sowie einen strukturierten Planungsprozess voraus. Dabei sollten einzelne Prozessschritte im Vordergrund stehen. Dies könne auch ein passendes Einsatzgebiet für sogenannte OKR-Methoden (kurz für „Objectives and Key Results“) sein, die einer sich dynamisch entwickelnden Arbeitswelt mit Agilität durch kurzzyklische Prüfungs- und Projektierungsschritte entgegentritt.
 
Um die größtmögliche Flexibilität zu erreichen, sind laut Studie auch verlässliche Vereinbarungen essenziell. Themen wie Erreichbarkeit, Bürobesetzung, Ansprechbarkeit für Externe, aber auch Zeiten der persönlichen Begegnung und des informellen Miteinanders müssen vereinbart werden. Hierfür empfehlen die Expertinnen und Experten eine Teamcharta, die im Team besprochen und verhandelt wird. Bei den Absprachen zu Präsenzanforderungen, Dokumentenablage, Erreichbarkeit oder Wissensaustausch soll den Mitarbeitenden vermittelt werden, wie wichtig die Teamverantwortlichkeit ist und dass nur sie mobiles Arbeiten gewähren könne. Führungskräfte sollten dabei Teil des Prozesses sein, ihn jedoch nicht führen. (fraunhofer/futureorg/signals)

Studie kostenlos herunterladen:

Die Studie „Wissenswert. Roadmap zum Neuen Normal“ können Sie hier herunterladen.

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