Euro-Industrie wettbewerbsfähig gestalten: gemeinsame Antworten nötig

Wie kann man Europas Industrie zukunftsfest gestalten? Ein DIHK-Positionspapier zeigt Ansätze für gemeinsame Antworten auf. Die Empfehlungen für die Herausforderungen der deutschen und europäischen Industrie zielen darauf ab, Lösungsansätze für die globale Wettbewerbskrise zu skizzieren.

Unabhängig von den erheblichen Folgen der Corona-Krise stehen die deutsche und europäische Industrie vor einer Reihe großer Herausforderungen. Was passieren muss, damit sich dieser zentrale Wirtschaftszweig im globalen Wettbewerb behaupten kann, skizziert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt in einem neuen Positionspapier: Die „DIHK-Empfehlungen für eine europäische Industriepolitik.“
 
„Die EU darf sich im Wettbewerb mit den großen Wirtschaftsregionen USA und China nicht verzetteln“, sagte DIHK-Präsident Peter Adrian auf Medienanfragen anlässlich der Veröffentlichung des DIHK-Vorstandspapiers. „Wenn wir unsere wirtschaftlichen Abhängigkeiten von anderen Ländern verringern wollen, müssen wir vor allem auf Innovationen und unternehmerische Erfolge auf den internationalen Märkten setzen.“
 

Europäische Industriepolitik benötigt

 
Dabei könne auch die europäische Industriepolitik unterstützen, so der DIHK-Präsident: „Mit einem radikalen Durchforsten der Regelungsdichte, mit einem industriefreundlichen europäischen Ansatz bei der digitalen Infrastruktur, einer Green-Deal-Umsetzung mit Augenmaß sowie mit einer mittelstandstauglichen Forschungsförderung“. Dazu gehöre „dringend, dass sich europäische Unternehmen auch in Krisenzeiten ihrer Patente sicher sein können“. Dem „feststellbaren Trend zum Protektionismus“ sollte die EU laut Adrian mit dem Ausbau des Binnenmarktes sowie mit weiteren ambitionierten Handelsabkommen in der Welt entgegentreten.
 
Diese und viele weitere konkrete Ansatzpunkte hat der DIHK in seinen Empfehlungen zusammengefasst. Das Positionspapier zeigt auf, wie gemeinsame europäische Antworten auf die veränderte globale Wettbewerbssituation aussehen könnten. Denn diese ist anspruchsvoll: Andere Wirtschaftsregionen haben – gerade hinsichtlich Digitalisierung und Datenökonomie – gegenüber europäischen Betrieben erhebliche Wettbewerbsvorteile errungen. Gleichzeitig bröckelt die multilaterale Handelsordnung; der Zugang zu internationalen Märkten und Rohstoffen wird immer schwieriger. Weitere Herausforderungen bilden der nach wie vor unvollendete EU-Binnenmarkt, der Fachkräftemangel oder die ambitionierten Ziele zur Umstellung auf Treibhausgasneutralität. (dihk/futureorg/signals)
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